Meldungen / Städtische Meldung

25.11.2020

NEIN zu Gewalt an Frauen


Stadt Osterode am Harz beteiligt sich an bundesweiter Fahnenaktion

...Stadt Osterode am Harz

Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen wurde 1981 ins Leben gerufen und 1999 von den Vereinten Nationen (UNO) aufgegriffen. Bis heute ist er von Bedeutung, um auf bestehende Gewalt hinzuweisen, den Opfern von Gewalt zu gedenken und ein Ende der Gewalt an Frauen zu fordern. Deshalb beteiligt sich die Stadt Osterode an der bundesweiten Fahnenaktion der Terre des femmes und wird am 25. November die Flagge "NEIN zu Gewalt an Frauen" hissen.

Das Thema Gewalt gegen Frauen hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren. Dies wird insbesondere auch durch die gerade veröffentlichte kriminalistische Auswertung zur Partnerschaftsgewalt 2019 des Bundeskriminalamtes deutlich. Jährlich steigen in Deutschland die Zahlen der strafrechtlichen verfolgten Sachverhalte, die Dunkelziffer ist unbekannt.

Ein paar Zahlen aus der aktuellen Statistik von 2019 mögen dies verdeutlichen:

  • 141.792 Personen wurden Opfer einer Partnerschaftsgewalt
  • 394 Personen waren Opfer von versuchtem Mord oder Totschlag
  • 149 Personen erlagen den Verletzungen, davon waren 117 Personen weiblichen Geschlechts (=78,5 %) und 32 Personen männlichen Geschlechts (=21,5 %). Es starb demnach in Deutschland 2019 jeden dritten Tag eine Frau im Zuge eines Gewaltverbrechens innerhalb der Partnerschaft.

Gewalt im nahen Umfeld ist ein Problem, dass sich durch alle gesellschaftlichen Schichten und alle Altersstufen zieht. Wichtig ist es, den betroffenen Personen Unterstützungsmaßnahmen anzubieten, wie z. B. geeignete Wohnungen und Plätze in Frauenhäusern. Das seit fünf Jahren bundesweit erreichbare „Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen“ ist eine erste Anlaufstelle für Betroffene. Hilfetelefon: „Gewalt an Frauen“ Tel.: 0800116016 oder www.hilfetelefon.de

Aufgrund der Corona-Pandemie gehen Experten für 2020 davon aus, dass die Zahl der häuslichen Gewalt steigen wird. Dies ist schon jetzt an der höheren Frequentierung des Hilfetelefons zu bemerken.

 

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