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22.10.2020

Fast einstimmiger Kommandowechsel bei der Hattorfer Wehr


Björn Bartram (vorne Mi.) zusammen mit dem neuen Ortsrandmeister Norman Lohrengel (re.) und dem neuen stellvertretenden Ortsbrandmeister Mathias Koch sowie dem stellvertretenden Abschnittsleiter Christian Wille sowie dem stellvertretenden Samtgemeindebran

...von Petra Bordfeld

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Hattorf hat sich ein Kommandowechsel vollzogen. Außerdem fiel der einstimmige Beschluss, das Jubelfest zu verschieben, zu dem im kommenden Jahr anlässlich des 125jährigen Bestehens der Wehr geladen werden sollte.

Noch-Ortsbrandmeister Björn Bartram, der bereits im Mai zum Gemeindebrandmeister ernannt wurde, hatte zu dieser außerordentlichen Mitgliederversammlung ins Dorfgemeinschaftshaus geladen, in dem sich 41 der insgesamt 55 aktiven Kameraden und Kameradinnen sowie Gäste in Corona bedingtem Abstand getroffen hatten. Sie wählten fast einstimmig Norman Lohrengel zum neuen Ortsbrandmeister und Mathias Koch zu dessen Stellvertreter. Wenn es dabei bleibt, dass am 26. November zur Sitzung des Samtgemeinderates geladen wird, wird die förmliche Ernennung der beiden erfolgen.

Doch bevor die geheimen Wahlen in Angriff genommen wurden, sprach Björn Bertram der Verwaltung der Samtgemeinde Hattorf, Bürgermeister Frank Kaiser, dem DGH-Hausmeister und den Volleyballspielern, die auf ihre Trainingszeit im Interesse der Wehr verzichtet hatten, ein großes Dankeschön aus. Sie alle hätten es letztendlich möglich gemacht, dass diese Mitgliederversammlung hatte stattfinden können.

Weiter legte er offen dar, dass er zu dieser außerordentlichen Mitgliederversammlung geladen hatte, weil er nicht gleichzeitig Gemeindebrandmeister und Ortsbrandmeister sein darf. Und da noch in den Corona-Sternen stünde, ob die Jahreshauptversammlungen der Wehren überhaupt zu den geplanten Zeiten stattfinden werden, hatte er mit der Verwaltung abgestimmt, relativ schnell einen Nachfolger im Amt des Ortsbrandmeistes zu suchen und zu finden.

Schließlich gebe es für ihn in der Samtgemeinde viel zu bearbeiten, ob das nun der Feuerwehr-Bedarfsplan, die Umbauarbeiten an Feuerwehrhäusern oder die Anschaffung von Großfahrzeugen für die Stützpunktwehren seien, alle seien wichtig. Bartram versicherte aber, dass er der Hattorfer Wehr, welcher er vier Jahre vorgestanden hatte, bestimmt nicht den Rücken kehren werde.

Ein weiteres schwergewichtiges Thema war die Jubiläumsfeier der Wehr, für die der eigens gegründete Festausschuss im Prinzip bereits 2019 die Planungen begonnen hatten. Corona habe aber bereits im März dieses Jahres einen großen Strich durch die Planungsrechnung gemacht, weil sich der Ausschuss nicht mehr treffen durfte. Auch jetzt stünde noch lange nicht fest, dass Covid 19 im September 2021 der Vergangenheit angehört. Aus dem triftigen Grund habe sich das Kommando schon mal getroffen und darüber nachgedacht, dieses Fest zu verschieben. Doch wollte man diese Entscheidung nicht selbst treffen. So stellte er die Frage, was die Kameradinnen und Kameraden davon hielten. Und die sprachen sich per Handzeichen einstimmig für ein Verschieben des Festes aus. Auch war man sich einig, dass es nachgeholt wird, nur das Wann müsse abgewartet werden.

Bürgermeister Frank Kaiser brachte in seinem Grußwort die Freude darüber zum Ausdruck, dass der aus dem Amt scheidende Ortsbrandmeister ja als Gemeindebrandmeister erhalten bleibt. Er dankte auch im Namen von Samtgemeindebürgermeister Rolf Hellwig für die immer währende gute Zusammenarbeit und brachte die Überzeugung zum Ausdruck, dass sich daran nichts mit der neuen Besetzung ändern werde. „Mit Norman Lohrengel und Mathias Koch sind zwei positiv verrückte Kameraden gefunden worden, die sich in den Dienst der Allgemeinheit stellen, um das Ehrenamt zum Wohle aller auszuüben und dafür ihre Freizeit zur Verfügung stellen werden“.

In jedem Fall sei das Corona-Konzept der Wehr einfach Klasse. „Ihr seid mit gutem Beispiel vorausgegangen, denn wenn eine Wehr aus Quarantäne-Gründen komplett ausfällt, wäre das furchtbar“. Er brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Kameradschaft weiterhin so gut bleiben möge, wie sie bisher verlaufen sei.
Zum Thema Corona-Konzept betonte Björn Bartram, dass zwar viele Aktionen ausgefallen sind, das gelte aber nicht für das Unglück, das letztendlich nie schläft. Genau aus dem Grund sei man ebenso viel unterwegs gewesen wie in der coronafreien Zeit. „Wir sind aber super durchgekommen“. Er sprach allen Einsatzkräften ein großes Dankeschön für das gute Verhalten aus. „Auch wenn es nicht einfach war, war es vorbildlich. Macht weiter so, das ist der Garant dafür, dass wir unbeschadet nach Hause kommen“.

Aber auch Christian Wille, stellvertretender Leiter des Abschnitts 3 (einst Abschnitt Nord), gratulierte den neuen Männern an der Spitze. Es freue ihn sehr, dass es immer wieder motivierte Kameraden oder Kameradinnen gebe. In dem Zusammenhang kam er darauf zu sprechen, dass er als Nachfolger von dem viel zu früh verstorbenen Brandschutzabschnittsleiter Martin Dannhauer gewählt wurde. Er habe dieses Amt angenommen, welches er offiziell im kommenden Jahr antreten werde, weil er schließlich dort weitermachen möchte, wo er mit Kamerad Dannauer angefangen hätte. „Wir haben schon viel in Zusammenarbeit erreicht“. Auch wenn die FTZ in Katzenstein bald weg sein werde, dürfe nicht vergessen werden, dort weiter zu machen, wo man angefangen habe. „Das Leben besteht nun mal aus Kompromissen, nicht desto trotz stehen wir gut da“.

Abschließend gab Björn Bartram noch bekannt, dass aufgrund der momentanen Situation der Feuerwehrball, zu dem traditionell am ersten Dezemberwochenende geladen wird, ausfällt. Gleiches gilt für die sehr beliebte und gut besuchte Weihnachtsfeier der Altersabteilung. „Aber vielleicht können wir ja zu einem Sommerfest einladen, wenn die Lage es zulässt“.

Was mit den Jahreshauptversammlungen der Ortsfeuerwehren werden wird, soll in den nächsten Tagen mit Rolf Hellwig besprochen und nach einer gemeinsamen Lösung gesucht werden. „Vielleicht sollten wir alle um ein paar Monate verschieben“.
Abschließend bedankte er sich noch einmal bei seinem Stellvertreter, der jetzt Orsbrandmeister ist, und dem Kommando sowie bei allen Kameradinnen und Kameraden für die immer wehrende Unterstützung.

 

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