Panorama

03.10.2020

Von Kanada nach Costa Rica!


Halifax - Nova-Scotia

Ein Jahr mit dem Wohnmobil durch Nord- und Mittelamerika – ein (ausführlicher!) Reisebericht

(MW) Das Kind ist aus dem Haus, man könnte ohne Verpflichtung seine Zeit verplanen und vielleicht reisen? Wie das wohl ist – nicht nach 3-4 Wochen abreisen, sondern einfach noch ein Jahr Zeit zu haben? Aber die Rente ist noch etliche Jahre entfernt und man wird ja auch nicht jünger. Und einfach so seinen sicheren Job aufgeben? Was also tun?

So waren unsere Überlegungen vor einigen Jahren und als Resultat beschlossen wir, ein Sabbatjahr zu beantragen. Dabei behält der Arbeitgeber einige Jahre einen Teil des Gehalts ein und zahlt dafür während des Aussteigerjahres das monatliche Gehalt weiter. Die Ansparphase kann zwischen 1-10 Jahren betragen, die Freistellungsphase zwischen 1 Monat und einem Jahr. Unser Plan war: 6 Jahre auf 1/6 unseres Gehalts verzichten, um damit ein Jahr frei zu haben. Das Gute dabei ist, man ist weiter sozialversichert und hat nach der Rückkehr seinen Job wieder.

In der Ansparphase hatten wir genügend Zeit zu planen und uns Gedanken zu machen. Wo sollte es überhaupt hingehen? Für den passionierten Angler unter uns war Lachsangeln in Kanada und Alaska schon immer ein Traum. Aber der Sommer in Kanada ist kurz und einen langen, kalten Winter wollte ich dort nicht verbringen. Also im Herbst weiter Richtung Süden, die Traumstraße „Panamericana“ direkt am Pazifik entlang Richtung Süden. So der Plan. Bis Chile in Südamerika würden wir es in einem Jahr nicht schaffen, das war klar. Also bis Panama, denn von dort gibt es sowieso keine weitere direkte Straßenverbindung und man müsste sein Wohnmobil nach Südamerika verschiffen. Außerdem gab es von dort eine Schiffstransportverbindung zurück nach Deutschland. Denn das wir mit dem Wohnmobil unterwegs sein wollten, war uns eingefleischten Campern schnell klar.

Für diesen Zweck suchten wir extra ein größeres, gemütliches Wohnmobil mit Riesenstauraum, um auch alles mitnehmen zu können: aufblasbares großes Kanu, Stand up Paddle Board, Rucksäcke, Zelt, Schlafsäcke, Luftmatratzen usw. Schließlich wollten wir unabhängig in der kanadischen Natur unterwegs sein. Fast hätten wir noch eine mobile Sauna mitgenommen, konnten uns aber noch rechtzeitig bremsen ;-)

Leider hatte das Mobil keinen Backofen, aber da ich das labbrige Weißbrot in Nordamerika kannte, bestand ich auf Nachrüstung und wir waren froh, unterwegs nach einiger Zeit unser eigenes Brot mit frischem Sauerteig backen zu können.
Oft wurden wir gefragt, ob es nicht besser wäre, ein Wohnmobil vor Ort zu mieten oder zu kaufen. Aber Mieten für ein Jahr ist natürlich viel zu teuer und beim Kauf muss man Glück haben, das Passende zur richtigen Zeit zu finden. Und wird man es am Ende des Jahres in Mittelamerika wieder los? Außerdem hat man bei einem eigenen Auto schon alles an Bord was man braucht, oder meint zu brauchen.

Wie fast alle Deutschen und Schweizer, die wir später unterwegs trafen – und das waren sehr viele! - verschifften wir unser Mobil mit der Firma „Sea Bridge“, die Camperfahrzeuge in die ganze Welt transportiert. Dabei wird das Auto auf ein sogenanntes RoRo-Schiff verladen. Unsere Strecke verlief von Hamburg nach Halifax, mit Zwischenstopp in Antwerpen und Liverpool. Es gibt auch ein paar Kabinen auf dem Schiff, die man buchen und somit mit seinem Wohnmobil mitfahren kann. Hätte in unserem Fall ca. zwei Wochen gedauert. Allerdings werden keine Hunde mitgenommen und so kam diese Möglichkeit für uns nicht in Frage. Denn unser Hund musste mit, sie ein Jahr abzugeben kam aus Hunde- und Menschensicht nicht in Betracht.

Kanada
Mitte Juni 2019, passend zum Frühlingsbeginn in Ostkanada ging es los. Schon zwei Wochen vorher hatten wir das Wohnmobil nach Hamburg zum Schiff gebracht und flogen kurz vor der Ankunftszeit hinterher. Ich war schon Tage vorher sehr nervös, aber alles ging gut. Der Hund hatte im Frachtraum seinen Flug gut überstanden und als wir mit dem Mietauto am Hafen vorbeifuhren, sahen wir dort schon unser Wohnmobil stehen. Da am Wochenende keine Auslieferung erfolgt, mussten wir noch bis Montag warten, um es in Empfang zu nehmen. Zeit um sich Halifax anzusehen. Das Land und die Kanadier beeindruckten uns von Anfang an. Ich glaube, dort leben die freundlichsten und interessiertesten Menschen überhaupt. Wir wurden ständig gefragt, wo wir herkommen und was wir vorhaben. Und unser Hund war immer und überall eine Attraktion, was am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig für ihn und für uns war.

Jaques Cartier - Quebec  Die Landschaft im Osten, mit den Regionen Nova Scotia, Ontario und Quebec erinnerte uns sehr stark an Schweden, insbesondere die unzähligen Seen in Ontario. Allerdings bedeuten viele Seen auch immer viele Mücken. Auch das erinnerte an Schweden. Flächenmäßig ist die Gegend natürlich erheblich größer, zum Vergleich: allein die Provinz Ontario ist dreimal so groß wie Deutschland.

Wir wussten das Kanada das zweitgrößte Land der Erde ist, aber die Dimensionen wurden uns erst hier so richtig klar. Es würde unmöglich sein, alles Interessante zu sehen. Zumal wir fünf Wochen später schon in Calgary im Westen sein wollten, um meine Tochter mit Freund dort in Empfang zu nehmen. Obwohl wir einige Gegenden und Städte aus den Planungen strichen, fuhren wir am Anfang täglich Hunderte von Kilometern und schliefen fast jede Nacht auf einem anderen Platz.

Für Camper ist Kanada das perfekte Land, es gibt unzählige National- und Provinzparks, in denen es immer einen oder mehrere wunderschön angelegte, weitläufige Übernachtungsplätze gibt. Kein Vergleich zu den oft dicht an dicht stehenden Wohnmobilen in Europa. Jeder Platz ist mit Tisch und Bänken und einer obligatorischen Feuerstelle mit Grillrost ausgestattet. Auch die Versorgung mit Strom und Frischwasser und die Entsorgung sind perfekt organisiert. Es gibt auf allen größeren Campingplätzen sogenannte „Hosts“, also Gastgeber, das sind Camper die kostenlos eine Saison bleiben und dafür die Einhaltung aller Regeln überwachen. Wenn man von den Deutschen behauptet, sie würden sich immer an aufgestellte Regeln halten, so gilt das für die Kanadier erst recht.

Niagara FallsEnttäuscht haben uns allerdings die Niagarafälle, dorthin hatten wir extra 1000 Kilometer Umweg in Kauf genommen. Muss man ja mal gesehen haben! Die Stadt um die Wasserfälle ist ein einziger Rummelplatz und so wähnten wir uns beim Einfahren am Abend fast in Las Vegas, mit unzähligen Geschäften, Bars und Casinos, lauter Musik und Tausenden von Touristen aus aller Welt. Wir beschlossen am nächsten Morgen ganz früh aufzustehen und wurden mit einem fast einsamen Ausblick auf die doch grandiosen Wasserfälle belohnt. Gerade noch rechtzeitig bevor die ersten Busse mit asiatischen Touristen anrollten.

Bison am Liard River Auch die bei Urlaubern weniger beliebten Provinzen Manitoba und Saskatchewan ließen wir nicht aus. Die Landschaft besteht hier vor allem aus weitläufigen Grasslands, auf denen große Herden von Rindern und Pferden weiden. Während wir stundenlang über die endlosen schnurgeraden Straßen fuhren, stellten wir uns die ersten Siedler vor, die diese Strecke monatelang auf rumpligen Planwagen befuhren. Auch riesige Bisonherden wurden inzwischen wieder angesiedelt. Als wir einmal unser kleines Zelt in der unendlichen Weite aufbauten, um den grandiosen, von keinerlei Lichtquelle gestörten Nachthimmel zu sehen, bekamen wir Besuch von einem gewaltigen Bison, der sich direkt neben unserem Zelt zum Schlafen hinlegte, was uns einen gehörigen Schrecken einjagte.

In der Stadt Calgary, in der Provinz Alberta, die uns mit ihren Hochhausschluchten nach der Weite und Stille überhaupt nicht gefiel, nahmen wir unseren Besuch in Empfang und fuhren direkt zu den berühmtesten Nationalparks, Banff und Jasper. Die Gletscher und hohen, schneebedeckten Bergketten beeindruckten uns sehr, aber den Umgang mit der Tierwelt fanden wir gewöhnungsbedürftig.

Schwarzbär bei Jasper In den Sommermonaten sind die Parks komplett überfüllt, alle Campingplätze sind monatelang im Voraus ausgebucht und die mehrspurigen Straßen durch die Parks voll mit Autos. Taucht irgendwo am Straßenrand ein Tier auf, halten alle Autos an, es gibt einen Stau und jeder will das beste Foto schießen. Dazu steigen nicht wenige Touristen aus und kommen den Elchen oder Bären gefährlich nahe. Nach einiger Zeit taucht ein Ranger auf, verjagt die Tiere und die Touristen und alle fahren weiter, bis das nächste Tier sich blicken lässt. Natürlich ist es beeindruckend, seinen ersten Grizzly ganz nah zu sehen, aber diese Art und Weise der Beobachtung hat uns nicht gefallen. Die Tiere gewöhnen sich an die Nähe des Menschen und das kann gefährlich werden. So erlebten wir auch hautnah mit, wie auf unserem Campingplatz immer wieder Bären von Rangern verjagt werden mussten. Die Tiere finden Nahrung auf den Plätzen und gewöhnen sich zu sehr an die Camper. Sehr oft muss ein Bär, der den Menschen zu nah kommt, getötet werden.

Mit zahlreichen Abstechern zu einsamen Bergseen und heißen Quellen fuhren wir dann an die Westküste nach Vancouver, wo wir uns von den Kindern wieder verabschiedeten. Vorher waren wir aber noch auf Vancouver Island, eine beeindruckende, regnerische Insel mit 800 Jahren alten gewaltigen Rotzedern und einer wildromantischen Küstenlandschaft. In die Stadt Vancouver habe ich mich sofort verliebt, was auch daran lag, dass wir strahlenden Sonnenschein und einen Übernachtungsplatz direkt am Hafen gefunden hatten. Neben uns war gleich der Eingang zum berühmten Stanley Park, mit seinen zahlreichen Stränden. Uns zu Ehren (na ja, vielleicht nicht ganz) gab es dort an unserem Übernachtungswochenende ein großes Feuerwerk über dem Meer.

Dawson Creek Wieder allein unterwegs fuhren wir weiter nach Norden in die einsamsten Gegenden Kanadas. Durch die bekannten Whistler Mountains, im Winter ein populäres Skigebiet, über den Alaska Highway durch das Yukon Territorium. Den Yukon zu bereisen ist eine einmalige Erfahrung. Die Gesamtfläche ist größer als Deutschland, aber im ganzen Yukon leben keine 40.000 Menschen, die sich das bewaldete, meist unzugängliche Land mit 16.000 Bären teilen, was einfache Wanderungen in Abenteuertouren verwandelt. Einen Zwischenstopp legten wir im Ort Watson Lake ein. Dort hat vor vielen Jahren ein heimwehkranker, dort stationierter Soldat ein Ortsschild seiner Heimatstadt an einen Baum genagelt. Andere taten es ihm gleich, was immer mehr Touristen anlockte. Die Stadt freute sich über die Attraktion und stellt inzwischen extra Pfähle auf und zigtausende Schilder von Reisenden aus der ganzen Welt sind inzwischen zusammen gekommen. Auch wir hängten ein Schild mit „Osterode am Harz“ auf, das wir extra aus Deutschland mitgenommen hatten.

Der Alaska Highway war noch vor Jahren eine gefährliche Abenteuerstraße, Inzwischen ist die gesamte Streck geteert und gut ausgebaut, sodass auch jedes große Wohnmobil hier fahren kann. Die Hauptstadt des Yukon ist Whitehorse, in der viele Auswanderer ein alternatives Leben gefunden haben. Darunter auch sehr viele Deutsche und Schweizer wie wir feststellten. Am Ende des Highway erreichten wir die Goldgräberstadt Dawson City. Dort wurde 1896 ein großer Klumpen Gold gefunden und löste einen riesigen Ansturm von Goldsuchern aus. Damals gab es noch keine Straßen und die ankommenden Menschenmassen mussten zu Fuß tagelang über schneebedeckte Bergriesen wandern und fuhren anschließend mehrere Wochen auf Flößen und Booten auf dem reißenden Yukon bis nach Dawson City. Sehr viele Menschen kamen dabei um, reich wurden nur die wenigsten. Dawson City entstand in nur wenigen Monaten und die Erde ringsum wurde beim Goldsuchen mehrmals umgegraben. Noch heute sieht man hohe Erdwälle neben den Straßen. Nach kurzer Zeit war das ganze Gold herausgeholt und der Ansturm verebbt. Inzwischen versuchen sich aber wieder Goldsucher, die mit modernen Maschinen und Verfahren alles noch einmal durchforsten.

Holgers erster Lachsfang am Yukon Hier im Yukon Fluss, nicht weit von den damals berüchtigten Stromschnellen, den Five-Finger-Rapids, fing Holger seinen ersten Lachs. Er hatte bereits eine schöne Ausbeute von Seefischen auf dem Meer vor Vancouver Island gefangen und war nun mächtig stolz auf ein 1-Meter-Exemplar. Aber es sollte nicht der letzte Lachs bleiben. Gut, dass wir ein Gefrierfach hatten.

Nachdem der Alaska Highway inzwischen durchgehend befestigt und überwiegend asphaltiert ist, ist der Dempster Highway die letzte verbliebene große Abenteuerstrecke. Sie führt vom Yukon durch das North-West-Territorium über den Polarkreis bis an das Eismeer. Es wird dringend angeraten den Weg nur mit einem Allradwagen zu befahren, aber wir wollten es natürlich trotzdem versuchen. Leider erwischte uns auf den Bergen dorthin ein starker Schneesturm (im August!) und wir rutschten auf der nicht befestigten, durch den Niederschlag total aufgeweichten Straße dahin.

Ein dreckiges Wohnmobil auf dem Dempster Highway Zu allem Überfluss bekamen wir auch noch Probleme mit den Bremsen und so waren wir froh auf halber Strecke in Eagle Plains das einzige Hotel im Umkreis von mehreren Hundert Kilometern zu erreichen. Die Weiterfahrt wäre sowieso nicht mehr möglich gewesen, da aufgrund eines umgekippten Lastwagens die weitere Straße gesperrt war. So strandeten wir mit vielen Campern und LKW Fahrern auf einer großen Matschfläche rund um das Hotel. Glücklicherweise besaß das Hotel eine urige Bar mit großen Elchgeweihen und Bärenfällen an den Wänden, sodass wir den Abend doch noch nett ausklingen lassen konnten. Als wäre nichts gewesen, schien am nächsten Morgen die Sonne und der Schnee taute schnell weg. Aufgrund der kaputten Bremsen, beschlossen wir nicht mehr bis ans Eismeer zu fahren, was noch ca. 300 Kilometer und zwei Fahrtage bedeutet hätte. Nachdem die Straße wieder geöffnet war, machten wir noch einen Abstecher zum 50 km entfernten Polarkreis und nahmen dann die lange Rückfahrt in Angriff. Es war inzwischen trocken, aber das war auch nicht ungefährlich. Denn wenn ein LKWs mit hoher Geschwindigkeit an uns vorbei fuhren, wirbelten sie viele Steine auf, sodass wir ständig Angst um unsere Windschutzscheibe hatten. Wieder in Dawson angekommen, säuberten wir erst mal in einer Waschanlage unser fast komplett schwarzes Wohnmobil.

Alaska
Von Dawson City ging es über einen ganz kleinen Grenzübergang hoch in den Bergen, namens Poker Creek, nach Alaska in die USA. Wir hatten bereits in Deutschland ein USA-Visum für ein halbes Jahr bekommen, für das wir extra zur amerikanischen Botschaft nach Frankfurt zum Interview mussten. Da aber immer der diensthabende Beamte am Grenzübergang letztendlich entscheidet, ob überhaupt und wie lange man bleiben darf, hatten wir schon einigen Respekt vor dem Grenzübertritt. Aber dort oben in den Bergen mit genau zwei Angestellten und wenigen Wohnmobilen, die hier einreisen wollten, ging es ganz locker zu. Der Grenzbeamte bot uns zu unserer großen Verwunderung an, das Visum auf ein Jahr zu verlängern. Unglaublich, jetzt hatten wir die Möglichkeit bei unerwarteten Schwierigkeiten in Mittelamerika wieder in die USA zu reisen, was ein sehr beruhigendes Gefühl war.

Nun waren wir also im wilden Alaska. Zuerst besichtigten wir die Stadt Fairbanks hoch im Norden, die für ihre Nordlichtsichtungen bekannt ist. Dafür war es aber leider zu dieser Jahreszeit noch zu früh. Im Denali State Park, bestaunten wir in einer Wolkenlücke den über 6000 Meter hohen Denali, den höchsten Berg Nordamerikas und erreichten dann Anchorage. Bei einem Spaziergang am Meer entlang sahen wir weiße Beluga Wale in der Bucht schwimmen, die dort zum Fischfang hinkommen.
Anchorage hat einen beeindruckenden Wasserflughafen. So wie bei uns jeder ein Auto besitzt, hat in Anchorage fast jeder ein Wasserflugzeug, um in Ermangelung von Straßen und Brücken die großen Entfernungen über Wasser schnell zu überbrücken.

Von Anchorage fuhren wir nach Süden auf die Kenai Halbinsel. Die meisten Touristen die Alaska besuchen reisen hierher, dieses Hauptreiseziel Alaskas verfügt über nur zwei Straßen. Leider gab es gerade viele Waldbrände, wie zu dieser Zeit durchaus üblich, sodass selbst diese Straßen manchmal gesperrt waren. Da die Bäume so weit im Norden nur spärlich und langsam wachsen, sind sie kein großer Wirtschaftsfaktor. Deshalb wird ein Waldbrand in Alaska und auch im Yukon nicht bekämpft, nur die Orte und Häuser versucht man vor den Flammen zu schützen. So schwelt und brennt ein Feuer manchmal monatelang vor sich hin. Überall sieht man die kilometerlangen abgebrannten Bäume der aktuellen und alten Waldfeuer.

Columbia Gletscher Auf dem Rückweg nach Kanada stoppten wir in Valdez am Prinz William Sound. Die Gegend besteht aus einer wunderbaren Fjordlandschaft vergleichbar vielleicht mit Norwegen. Hier buchten wir einen Schiffsausflug zum Columbia Gletscher. Inzwischen war schon Nachsaison und unser Ausflugsboot als einziges unterwegs. Nach einer mehrstündigen Fahrt erreichten wir den gewaltigen Gletscher und trieben mit ausgeschaltetem Motor bei strahlendem Sonnenschein zwischen den Eisschollen herum. Es war ganz still – und dann kalbte der Gletscher mehrmals mit lautem Getöse. Ein beeindruckendes, aber auch ergreifendes Schauspiel.

Ein Grizzly direkt am Wohnmobil Den nächsten Zwischenstopp legten wir in Haines ein. Ein völlig verrückter Ort, zumindest zur Zeit der Lachswanderung. Im Spätsommer treffen hier Lachsangler und Grizzlys sehr dicht aufeinander. Beide Seiten wollen nur eins – Lachse- und davon so viel wie möglich. So sieht man sie Seite an Seite im Fluss fischen und die Bären werden als Fotomotiv gern mitgenommen. Mir war nicht so wohl als ganz dicht am Wohnmobil ein großer Grizzly entlangging. Meine Hundespaziergänge am Campingplatz nebenan fielen dementsprechend eher kurz aus. Holger konnte sich beim Angeln auch nicht so konzentrieren wie sonst, weil er immer Ausschau nach Bären hielt.

Um nicht wieder die gleiche Strecke zurück fahren zu müssen, nahmen wir eine Fähre nach Skagway, einmal über die Bucht und fuhren dann die Strecke auf einer schön ausgebauten Straße über die Berge, die damals die Goldgräber im Winter zu Fuß mühsam durch hohen Schnee bezwingen mussten. Kurz vor der Ausreise nach Kanada hatten wir doch noch das Glück auf einem ganz einsamen Campingplatz am See Polarlichter zu sehen. Auf der Rückfahrt durch Kanada nahmen wir einen kurzen Umweg in Kauf, um noch einmal Whitehorse zu besuchen. Die Stadt hatte uns beim ersten Besuch gut gefallen und es gab einen super gut bestückten riesigen Einkaufsmarkt. Komischerweise haben wir in ganz Kanada keine so gute Auswahl an frischem Obst und Gemüse gefunden wie hier oben im Norden. Und es gab einen deutschen Bäcker! Da mussten wir uns noch mal bevorraten.

Es wurde inzwischen schon empfindlich kühl. Tagsüber war es noch warm in der Sonne, aber nachts merkte man den herannahenden Winter. Es wurde Zeit wieder gen Süden zu fahren. Dabei war es schön, alle Orte, die im Sommer überfüllt waren, jetzt in Ruhe noch einmal genießen zu können. Dann verließen wir schweren Herzens das wunderbare Land Kanada.

USA
Oregon Coast Die USA empfingen uns mit einem sonnigen Spätsommer und wunderbaren Sonnenuntergängen an den Stränden von Washington und Oregon. Während es im Staat Washington zwar sonnig, aber noch relativ kühl war, wurde es etwas weiter südlich in Oregon schon wieder sonnig und warm. Wir hatten unterwegs den Tipp bekommen, uns unbedingt die weiten Strände dieses Staates anzusehen, weil sie so wunderschön wären. Wir wussten nicht viel über Oregon und waren gleich beim ersten Strandbesuch schwer beeindruckt. Kilometerlange, leere Strände und beeindruckende Sonnenuntergänge mit unglaublichem Farbspiel danach. Wir wurden regelrecht süchtig nach unserem abendlichen Sonnenuntergang.

Aber auch sonst hatte die Küstenlandschaft mit abwechslungsreichen Gegenden und wechselnden Ausblicken einiges zu bieten. Da auch hier schon Nachsaison herrschte, waren die Campingplätze günstig, weitgehend leer und wir konnten uns die schönsten Plätze mit Meeresblick aussuchen. Eigentlich hatten wir eine kürzere Zeit für Oregon vorgesehen und wollten möglichst schnell nach Kalifornien, aber wir konnten uns gar nicht trennen. Das Wetter war einfach traumhaft und weiter südlich, in Nordkalifornien tobten die alljährlichen Waldbrände, so zogen wir nur langsam weiter von Campingplatz zu Campingplatz.

Irgendwann erreichten wir Kalifornien und natürlich war es auch dort so schön wie erwartet. Ich lief stundenlang durch das hügelige San Franciso, eine faszinierende Stadt, mit vielen Sehenswürdigkeiten. Schon die Anfahrt mit der Fähre von Sausalito, wo wir übernachtet hatten, mit Blick auf die imposante Skyline war eine Attraktion. Danach verließen wir die Küste und fuhren landeinwärts Richtung Death Valley, das Tal des Todes.

Death Valley Diese Gegend liegt bis zu 85 Meter unter dem Meeresspiegel und ist eines der trockensten Gebiete der Erde. Auch die höchste jemals gemessene Temperatur wurde mit 56 Grad hier angezeigt. Es wird daher allen Besuchern empfohlen die Gegend frühmorgens zu besuchen, um die große Hitze ertragen zu können. Das beherzigten wir, obwohl wir ja nicht mehr in der heißesten Jahreszeit unterwegs waren. Als Belohnung beobachten wir ganz allein einen schönen Sonnenaufgang in der riesigen Salzpfanne eines ausgetrockneten großen Sees.

Danach fuhren wir durch die bizarren Erosionslandschaften ringsherum und ohne Übergang aus den Wüstengegenden hinein nach Las Vegas. Die Stadt ist schon ziemlich verrückt und nicht unbedingt unser Geschmack, aber einmal über den Boulevard – den Strip- schlendern und sich die Nachbauten von Venedig oder Paris anschauen war schon ganz lustig. Zudem trafen wir uns hier mit Bekannten, die in einem schicken Hotel nächtigten und uns eine Zugangskarte zur hoteleigenen Poollandschaft gaben. Aber nach zwei Tagen wollten wir auch wieder weiter.

Grand Canyon 400 km östlich hinter Las Vegas liegt das Grand Canyon. Die Ausmaße dieses riesigen 450 km langen Naturwunders beeindrucken jeden, der auf einmal unvermittelt in die bis zu 2 km tiefe, vom Colorado-River geschaffene Schlucht, schaut. Der Grand Canyon Nationalpark wird von 6 Millionen Touristen jährlich besucht und auch hier hatten wir Glück in der Nachsaison auf nur eine überschaubare Anzahl von Touristen zu treffen. Wir suchten uns eine ruhige Ecke und erlebten einen fantastischen Sonnenuntergang.

Der Grand Canyon liegt bereits im US Bundesstaat Arizona. Hier herrscht ein trockenes Wüstenklima mit sehr heißen Sommern und milden Winter. Durch dieses Klima und den günstigen Preisen ist diese Gegend sehr beliebt bei Nordamerikanern und Kanadiern, die ihrem strengen Winter entfliehen wollen. Wer Rentner ist oder es sich sonst leisten kann, zieht in Wohnwagen und Wohnmobilen unglaublicher Größe gen Süden. Diese Leute werden Snow Birds genannt und wo immer wir uns dort in der Gegend aufhielten, begegneten wir Hunderten von Ihnen. Nach einem Abstecher in die Wüstenstadt Sedona, die umgeben ist von roten Felsformationen und Gebirgen, in denen man sehr gut wandern kann, gönnten wir in Phoenix, der Hauptstadt Arizonas, unserem Auto nach 35.000 gefahrenen Kilometern neue Reifen.

Kurz vor Weihnachten kam uns wieder meine Tochter besuchen, die das Fest mit uns verbringen wollte. Wir holten sie in Los Angeles vom Flughafen ab und unternahmen gemeinsam eine Sightseeingtour durch die Hollywood Hills. Bei einer Besichtigung durch die Warner Brother Studios saßen wir in der Original Kulisse der Sitkom „Big Bang Theory“. Ansonsten war Los Angeles für uns keine Reise wert, eine riesige Ansammlung von Stadtteilen, verbunden mit sehr breiten, endlosen Autobahnen, in denen man ständig stundenlang im Stau steht.

Weihnachten am Strand in Mexico Danach ging es mit einem Abstecher in das schon weihnachtlich geschmückte San Diego über die Grenze nach Mexico auf die lange Halbinsel Baja California, wo wir das Weihnachtsfest begehen wollten. Wir hatte etwas Mühe einen Weihnachtsbaum und Kugeln zu finden, aber diese deutsche Tradition wollten wir nicht auslassen. Wir fanden einen schönen Stellplatz mit Blick aufs Meer und aßen mexikanische Tacos statt Weihnachtsbraten. Leider war das Wasser im Norden von Mexiko noch zu kalt zum Baden. Dann fuhren wir weiter zu einer Bucht, in die alljährlich im Januar und Februar Walweibchen aus dem Norden zurückkommen und sich hier versammeln, um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Es war noch etwas zu früh, aber ein Wal war bereits dort, den wir bei einer Bootstour ganz nah bewundern durften. Auch einige Delfinschulen umschwammen unser Boot.

Da die Urlaubszeit unseres Besuchers begrenzt war, fuhren wir zurück in die USA, Silvester verbrachten wir in San Diego, auch hier direkt am Strand. Carolin unternahm ihre ersten Surfversuche im Pazifik, mit einem Board das wir in Mexiko erstanden hatten. Nach einer Besichtigung der im Gegensatz zu Los Angeles wirklich schönen Stadt San Diego und mehreren Abstechern zu kalifornischen Surfspots, ging es wieder zurück zum Flughafen von L.A. Auf dem Weg dahin erfuhren wir, das der Flieger eine Stunde Verspätung hat und fuhren kurzerhand zum Surfstrand direkt neben dem Flughafen. Dort verbrachten wir die Zeit und dann flog Carolin zurück nach Deutschland.

Mexiko
Über den Grenzort Yuma reisten wir dieses Mal in den Staat Sonora in Mexiko ein. Auch dieses Land erwies sich als erheblich größer als wir das erwartet hatten und die Straßenverhältnisse, nun ja, gewöhnungsbedürftig. So kamen wir nur langsam voran. Vor Mexiko hatten wir großen Respekt, aufgrund der dort vorherrschenden Kriminalität, aber wenn man die gefährlichen Gegenden meidet und den gesunden Menschenverstand walten lässt, lässt sich das Land gut auf eigene Faust bereisen.

Die meisten Amerikaner haben Angst vor Mexiko und ließen uns ständig wissen, wir gefährlich unser Vorhaben war. Wir versuchten die gefährlichen Provinzen auszulassen oder nur schnell zu durchfahren, übernachteten immer auf Campingplätzen oder bei eingezäunten Hotels und fühlten uns so relativ sicher. Nur bei den ständigen Straßensperren wurde uns jedes Mal mulmig, da wir nie wussten was uns erwartet. Oft war es einfach nur eine Mautstation oder eine Militärkontrolle. Aber manchmal auch streikende Bauern oder Widerstandskämpfer, die an der Sperre von den wartenden Autos „Spenden“ eintrieben. Ansonsten waren wir auch von Mexiko und seinen Einwohnern sehr angetan und es schwante uns, dass wir viel zu wenig Zeit haben würden, alles Interessante zu sehen.

Palenque Mexico In der Mitte Mexikos erreichten wir die Tropen, es wurde Tag und Nacht sehr heiß, die Tierwelt exotisch. So waren wir umgeben von großen Leguanen, Affen und Fregattvögeln.
Um die vielen Kilometer durch Mexiko zu schaffen, fuhren wir fast jeden Tag viele Stunden. Abstecher unternahmen wir immer mal wieder zu beindruckenden Ausgrabungsstätten der Azteken im Hochland oder der Maja im Dschungel.
Der Küstenstaat Oaxaca ist sehr touristisch geprägt und wir bestaunten dort den bei Hippies und Aussteigern beliebten Ort Zipolite, mit dem einzigen Nudistenstrand Mexicos. Etwas weiter südlicher war es wieder menschenleer und wir konnten nachts am Strand kleinen Schildköten beim Schlüpfen zusehen.

Mittelamerika
Dann hieß es mal wieder Good bye und weiter ging es in die mittelamerikanischen Staaten, die wir relativ schnell durchfahren wollten, um dann in Costa Rica länger verweilen zu können. Von Mexiko ging es durch Guatemala, El Salvador, Honduras und Nicaragua. Vor den vielen Grenzübergängen hatten wir schon einige Befürchtungen und sie waren auch jedes Mal eine Herausforderung. Wenn wir mal wieder stundenlang mit tausend Kopien an verschiedenen Schaltern anstanden, wurde uns klar, dass die Bürokratie in Deutschland dagegen reinste Erholung ist. So wie man uns in den USA vor Mexico gewarnt hatte, wurden wir in Mexico vor den lateinamerikanischen Ländern gewarnt, aber wir machten, mal abgesehen von den Straßenverhältnissen, nur gute Erfahrungen.

Vulkanausbruch in Guatemala In Guatemala, dem Land mit 33 aktiven Vulkanen, badeten wir am schwarzen Pazifikstrand und besuchten die Stadt Antigua, mit Häusern aus der spanischen Kolonialzeit. Nicht weit entfernt sahen wir den aktiven Vulkan „Fuego“, der alle 10 Minuten Glut und Asche auswirft, was besonders im Dunkeln ganz beeindruckend aussieht.

In El Salvador, nahe an der Grenze zu Honduras erlebten wir an ein und demselben, sehr langen Strand im Nordwesten einen Sonnenuntergang und im Südosten einen spektakulären Sonnenaufgang.

Obstkarren in Nicaragua Durch Honduras fuhren wird nur sehr schnell durch, da es zu der Zeit das vermutlich gefährlichste Land war und blieben dann noch einige Tage in Nicaragua, einem sozialistischen Land, in dem überwiegend Kuh- und Pferdekutschen statt Autos als Transportmittel eigesetzt werden und die Frauen ihre große Wäsche noch im Fluss waschen. Alle mittelamerikanischen Länder haben das ganzjährig warme bis heiße tropische Klima und tolle Sandstrände mit beeindruckender Brandung gemeinsam. Immer wieder durchfuhren wir Gebirgszüge, die vulkanischen Ursprungs sind. In den Städten sieht man eine bunte Vielfalt von tropischen Früchten und Gemüse und die indigene Bevölkerung trägt mit ihrer farbenfrohen Kleidung zum abwechslungsreichen, exotischen Gesamteindruck bei.

Karibik  - Costa Rica Von Nicaragua aus erlebten wir einen Quantensprung zum benachbarten Costa Rica, dieses Land befindet sich durchaus auf westlichem Niveau, leider auch preislich. Costa Rica hat es geschafft ein Gleichgewicht zwischen intakter Natur und blühendem Tourismus zu schaffen. Das Land setzt auf den Individualtourismus mit vielen kleinen Hotels und Privatunterkünften in wunderbarer Landschaft. Große Flächen sind als Nationalparks ausgewiesen, die die vielfältige Natur mit kilometerlangen Stränden am Pazifik und Karibik, aktiven Vulkanen, Mangroven- und Regenwälder schützen.

Hier bekamen wir noch einmal Besuch von den Kindern und verbrachten viel Zeit an den wunderbaren Stränden. Bei einer spannenden Bootstour durch den Dschungel erlebten wir die Artenvielfalt hautnah, neben verschiedenen Affenarten, handtellergroßen Schmetterlingen und zahlreichen bunten Vögeln, sahen wir auch Kaimane und Krokodile ganz nah am Boot. Die Vulkangegenden mit warmen Quellen und die korallenbesetzten Karibikstrände erlebten wir wiederum als eine große Abwechslung.

Gestrandet am Strand Pura Vida in Costa Rica Nach der Rückreise der Kinder und vor unserer geplanten Weiterfahrt nach Panama, unserem letzten Land auf der Reise, erreichte Corona auch Costa Rica und bevor wir noch reagieren konnten, waren alle Grenzen dicht. Allerdings waren wir im Paradies gestrandet, nur ein paar Schritte vom Pazifikstrand entfernt. Die Sonne schien jeden Tag, über uns flogen die Papageien, im Baum saß ein Faultier und zuhause wartete ein kaltes Deutschland. Warum sollten wir diesen schönen Ort verlassen? Aber als die Situation sich nicht besserte, beschlossen wir mit einem Rückholflug der Bundesregierung nach Hause zu fliegen.

Auch wenn die Reise ein etwas anderes Ende fand, als wir eigentlich geplant hatten, erlebten wir eine tolle Reise mit vielen wunderbaren Erlebnissen und Eindrücken. Die interessanten Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen, die vielen eindrucksvollen Tiere und die grandiosen, vielfältigen Landschaften haben unser Leben enorm bereichert. Wir sind sehr dankbar, dass wir dies erleben durften und unversehrt ohne große Probleme die Strecke bewältigt haben.


Peggy's Cove - Nova Scotia

Lunenburg - Nova Scotia

Thousand Islands

Jasper

Lake Peyto - Banff

Clearwater-Lake - Wells Gray

Helmcken Falls - Wells Grey

China Creek - Vancouver Island

British Columbia

Lachse bei Valdez

Valdez

Seeotter

Bald Eagle (Weißkopf-Seeadler)

Gletschereis

Salmon Gletscher

Olympic Peninsula

Cape Lookout

Baumriesen

Big Tree zum Durchfahren

Golden Gate Bridge

Big Sur

Pismo Beach

Cowboy Family

Oje de Liebre - Baja California Mexico

Portugiesische Galeere

Straße in Mexico

Frisch geschlüpfte Schlidkröte am Playa Tortuga

Mexikanische Parzifikküste

Brüllaffen

Aqua Colon

Surfer in San Salvador

Straßenszene in Nicaragua

Playa Samara Costa Rica

Ein Tukan

und ein Kaiman

Leguan

Parzifik in Costa Rica

Sonnenuntergang am Playa Bandera

Faultier hängt in Costa Rica ab

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Teotihuacan

Bahia de San Augustin

Leguan

und ein Geier

 

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