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10.09.2020

Große Freude über den zurückgekehrten Alltag im Kindergarten Förste


Nils-Ole, Emmy und Emil freuen sich ebenso wie Fraya, Jonas und Amelie, dass der Alltag im Kindergarten Förste einzug gehlaten hat

von Petra Bordfeld

„Alle sind darüber glücklich, dass der Alltag uns wieder hat“, so die Leiterin des Schwester-Wedemeyer-Kindergartens, Claudia Kaiser. Denn jetzt dürfen sich die Mädchen und Jungen wieder in den Gruppen treffen, in denen sie schon vor Corona anzutreffen waren. Die einzige Änderung klappt so gut, dass überlegt wird, diese vielleicht auch bei zu behalten.

Denn die Kids der einzelnen Gruppen werden von den Eltern über die Terrasse zu der Eingangstür gebracht, welche den jeweiligen Gruppenraum öffnen. „Es gibt keinen Stau mehr am Haupteingang“. Eine weitere Änderung ist die, dass die Eltern beim Betreten der Einrichtung eine Nase-Mund-Maske anlegen müssen, was übrigens ohne Murren geschieht.

Die Kindergartenleiterin erinnert sich daran, dass das Aufkommen der Corona-Pandemie erst einmal für die komplette Schließung dieser Einrichtung gesorgt hatte. Die Kinder wollten von ihren Eltern wissen, warum sie zuhause bleiben mussten und nicht mal Freunde besuchen durften. „In dieser Zeit haben wir auf den unterschiedlichsten Wegen versucht, zu den Kindern und Eltern Kontakt zu halten“.

So haben sie Briefe an die Kinder und ihre Familien geschrieben, in denen Aufgaben zu finden waren. Aber auch Sonnenblumenkerne, kleine Ostergeschenke oder Malbilder wurden vor die Türen gestellt. Das Kummermonster fehlte ebenso wenig wie Spielanregungen und Geschichten. „Außerdem war eine von uns während der Schließzeit immer im Kindergarten telefonisch erreichbar. Und die Eltern fanden es toll, auch mal nur so ihre Seele ausschütten zu können“.

Erst Anfang April habe es Notgruppen gegeben, in denen Eltern ihre Kinder bringen durften, die mit ihren systemrelevanten Berufen an der Aufrechterhaltung des Alltags mit sorgten und niemanden aufzuweisen hatten, der sich um den Nachwuchs kümmern konnte. Anträge dafür mussten die Eltern bei der Stadt Osterode einreichen.

Am 22. Juni wurde der eingeschränkte Regelbetrieb aufgenommen, bei dem schon 57 der insgesamt 63 Mädchen und Jungen betreut wurden. Das hieß für die acht Erzieherinnen, dass alle drei Gruppen und auch das „Spatzennest“, in dem Kinder ab zwei Jahre betreut werden, wieder anlaufen konnten.

Allerdings gab es ausnahmslos feste Gruppen und feste Erzieherinnen. Dass mal der eine oder andere in eine andere Gruppe wechselte war streng verboten. Diese strenge Auflage galt auch für den Außenbereich, da durften die Gruppen nicht zusammen, sondern getrennt rumtoben. Übrigens mussten Geschwisterkinder in einer Gruppe sein. Geöffnet hatte man allerdings wie zur normalen Zeit von 7.30 bis 15 Uhr. Das einzige was anders war, dass war die Aufteilung nach den angemeldeten Betreuungszeiten. Die eine Gruppe endete um 13 Uhr, die zweite um 14 Uhr und die dritte um 15 Uhr.

Jetzt ist alles wie immer. „Im Prinzip sind wir schon fast eine Ganztagseinrichtung“. Diese lange Öffnungszeit wurde übrigens auch während der Notbetreuung für Kinder angeboten, deren Eltern diesen Bedarf hatten, nachdem der Anspruch unter Berücksichtigung der Aufnahmekriterien geprüft wurde und Claudia Kaiser sowie ihr Team die Bewilligung seitens der Verwaltung der Stadt Osterode erhalten hatte.

Jetzt läuft alles wieder seinen gewohnten Gang. Die Gruppen sind wieder so zusammengewürfelt, wie sie es vor dem 13. März gewesen sind, und auch die Erziehrinnen haben wieder ihre Kinder übernommen. Unter Einhaltung der Hygieneregeln darf wieder ein kleines Frühstücks-Büfett in den Gruppen stattfinden sowie gemeinsam Mittag gegessen werden.– was für die Kinder ganz wichtig ist – auch auf dem Außengelände darf wieder gemeinsam gespielt werden.

Die Kinder seien auch – was die Hygiene betrifft – selbstständig geworden. „Wir orientieren uns daran, was das Kultusministerium vorschreibt, und die Kleinen machen mit“. Nachdem sie Jacke und Schuhe ausgezogen haben, waschen sie beispielsweise gleich gründlich ihre Hände.

Allerdings steht noch nicht fest, ob es den großen Laternenumzug am 11. November geben wird. Ganz ausfallen soll er möglichst nicht. Vielleicht werden die Gruppen alle einzeln zu ihrem Umzug starten. Auch gibt es zwar wieder die Elternabende, aber daran dürfen auf Grund der Abstandspflicht entweder Papa oder Mama teilnehmen.


BILDTEXT
Nils-Ole, Emmy und Emil (hi. v. li. n. re.) freuen sich ebenso wie Fraya, Jonas und Amelie (vo. v. li. n. re.), dass der Alltag im Kindergarten Förste einzug gehlaten hat. Foto: Petra Bordfeld

 

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