Regionales / SG Hattorf / Hörden

07.09.2020

Verkehrssituation Feldhüterweg/Herzberger Straße: Alles bleibt, wie es ist


Im Bereich Feldhüterweg/Herzberger Straße in Hörden seien laut der Verkehrskommission keine weiteren verkehrsregelnden Maßnahmen erforderlich.

Das Ergebnis der Verkehrsschau des Landkreises wurde im Hördener Ausschuss für Dorfentwicklung, Bauen und Finanzen vorgetragen.

von Herma Niemann

Wenn man vom Feldhüterweg mit dem Auto auf die Herzberger Straße (Kreisstraße 407) einbiegen will, muss man sich so weit vortasten, dass man – um den fließenden Verkehr auf dieser Kreisstraße einsehen zu können– schon auf einem Teil der Fahrbahn steht.

Zudem parken oft rechts und links auf dem Feldhüterweg Fahrzeuge, oftmals sogar bis nah an den Kreuzungsbereich heran, sodass Autofahrer oft mit abbiegenden Autos von der Herzberger Straße aus kommend im Gegenverkehr aufeinander stoßen. Dazu kommt der regelmäßige Autoverkehr von Eltern, die ihre Kinder in den Kindergarten im Feldhüterweg bringen und abholen.

Um die Situation an diesem Kreuzungsbereich zu entschärfen, wurde seitens der Gemeinde Hörden ein Haltverbotschild auf Höhe des Grundstücks Herzberger Straße 3 beantragt. Unter anderem auch aus diesem Grund wurde eine Verkehrsschau mit Vertretern der Samtgemeinde Hattorf, der Polizeiinspektion Göttingen, der Kreisstraßenmeisterei und der Straßenverkehrsbehörde beantragt, die am 15. Juli in der gesamten Samtgemeinde Hattorf stattgefunden hat. Im Ausschuss für Dorfentwicklung, Bauen und Finanzen verlas das Ausschussmitglied Harald Reinhardt (SPD) nun das Ergebnis dieser Verkehrsschau für die Gemeinde Hörden.

Das Fazit der Verkehrsschau: an dieser Stelle sind keine weiteren verkehrsregelnden Maßnahmen erforderlich, was bei den Ausschussmitgliedern für Unverständnis sorgte. Aufgrund des Paragrafen 12 Abs.1 Nummer 1 der Straßenverkehrsordnung ist das Parken hinter Einmündungen bis zu fünf Metern von den Schnittpunkten der Fahrbahnkanten untersagt. Weiter heißt es von der Verkehrskommission, dass sich eine Grundstückszufahrt mit abgesenktem Bordstein anschließe. Hier sei das Parken gemäß Paragraf 12 Abs. 3 Nummern 3 und 5 der Straßenverkehrsordnung nicht erlaubt. Im weiteren Verlauf der Herzberger Straße abgestellte Fahrzeuge würden die Sicht für in die Kreisstraße 407 einbiegende Fahrzeugführer nicht beeinträchtigen.

Vor dem Hintergrund, dass die Straßenverkehrsbehörde verpflichtet sei, bei der Anordnung von Verkehrszeichen restriktiv zu verfahren und daher Verkehrszeichen, die lediglich eine bereits gesetzlich bestehende Regelung wiedergeben, nicht angeordnet werden dürfen, kommt die Anordnung einer Haltverbotsbeschilderung hier nicht in Betracht. Aus der Runde ergab sich die Anregung, einen Spiegel für Autofahrer zu installieren, worauf Rudi Armbrecht (SPD) sagte, dass dies seitens der Verkehrsbehörde bestimmt abgelehnt werde mit der Begründung, dass Spiegel eine trügerische Sicherheit darstellen würden. Der Bauamtsleiter Matthias Franziskowski empfahl dem Ausschuss, sich noch einmal mit den zuständigen Behörden in Verbindung zu setzen.

Was die Erkennbarkeit eines Verkehrszeichen in der Mittelstraße/Schulstraße anginge, heißt es in dem Schreiben der Verkehrskommission: „Der beschilderte Gehweg ist zu Beginn mit einer Umlaufsperre versehen. Motorisierter Fahrverkehr wird somit unterbunden. Zudem ist die Sicht für Fußgänger, die an dieser Stelle wartepflichtig sind, gut. Eine Gefährdung für den Fußgängerverkehr wird daher von der Verkehrskommission nicht gesehen. Allerdings entspricht das derzeitige Verkehrszeichen nicht mehr den heutigen Anforderungen und ist auszutauschen“. Weiter hat die Verkehrskommission beschlossen, das Verkehrszeichen mit der Tonnagebeschränkung zwischen Hörden und Düna zu entfernen. Die Beschränkung über 3,5 Tonnen tatsächliche Masse basiere auf früheren Milch-Lastkraftwagen-Verkehr und entspreche nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten. .

Bürgermeister Henning Kunstin (CDU) berichtete im weiteren Verlauf, dass leider trotz Wettervorhersage und großer Trockenheit zweimal der Rasen auf dem Sportplatz durch den Bauhof gemäht wurde, was dem Grün nicht gut getan habe. „Der noch recht frische Rasen leidet sehr darunter. Wir haben das Anliegen an den Fachbereich weiter geleitet, vielleicht hilft es ja, dafür zu sensibilisieren“.

Weiter berichtete Kunstin, dass Ende Februar die Evaluation der Maßnahmen für die Dorferneuerung stattgefunden habe. An dem Maßnahmenpaket habe es die ein oder andere Kritik gegeben. Mit aufgenommen wurde unter anderem der Bau eines Fußweges südlich der Hauptstraße am sogenannten Stietz-Haus vorbei. Was das abgängige Haus in der Hauptstraße anginge, sei noch nicht ganz geklärt, ob die Dorferneuerung auch für die Übernahme des Hauses in Frage käme und dann dessen Abriss gefördert werden könne.

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Blick vom Feldhüterweg: Wer von hier aus auf die Herzberger Straße biegen will, steht oftmals schon auf einem Teil der Herzberger Straße.

 

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