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31.07.2020

Abriss des Osteroder Lichtspielhaus


Das letzte Kapitel einer "unendlichen Geschichte" hat begonnen

von Wolfgang Böttner

Seit gestern morgen um 6.00 Uhr hat der Bagger des Abruchunternehmens mit dem Abriss der Ruine altes Kino begonnen. Stück für Stück, Balken für Balken wird der Innenraum geräumt. Alles ist Sondermüll und muß sorgfältig sortiert werden, bevor es auf verschiedene Deponien abgefahren werden kann. Die Arbeiten werden also noch viele Wochen andauern. Der Eseltreiber wird weiter darüber berichten.

Viele Passanten, die durch die Brauhausstraße kommen ist der Anblick ein Foto wert. Für jene, die ihre ersten Kinobesuche mit dem OLI verbinden, ist es eine schmerzliche Erinnerung, für die Jüngeren eine Ruine mit der sie bis dato aufgewachsen sind. Es ist Jahre her, dass hier die letzte Vorstellung lief. Nachdem der letzte Pächter aufgegeben hatte und das ehemalige Brauhaus in einen Dornröschenschlaf verfiel, schaffte die Brandstiftung im August 2015 Fakten. Das nun dachlose Gebäude verfiel zusehens.

Das alte Kino, das Osteroder Lichtspielhauses, war eine Kulturstätte, die von Generationen genutzt wurde. In den 50ger Jahren konnte man als Kind für 50 Pfennige in die Kindervorstellung am Sonntagnachmittag gehen. Auch Veranstalltungen, wie zum Beispiel Betriebsversammlungen der Firma Piller fanden dort im Saal statt.


Aus dem Archiv vor dem Brand

Hier gibt es schon lange keine Karten mehr


Höchste Sorgfalt bei den Abrissarbeiten und der Sortierung der Materialien

Am Nachmittag ist viel ausgeräumt und sortiert...

am Anblick hat sich aber noch nicht viel geändert.

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Der letzte Film?







Die Projektorenfenster





Es ist ein Bild wert









 

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