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27.07.2020

Kreiswohnbau Osterode am Harz/Göttingen präsentiert erfreuliches Ergebnis für 2019


Bernhard Reuter, Klaus Becker und Hans-Peter Knackstedt

Coronabedingt fand die diesjährige Gesellschafterversammlung im Foyer der BBS II statt.

von Ralf Gießler

Osterode) Göttingens Landrat Bernhard Reuter begrüßte in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Kreiswohnbau Osterode am Harz/Göttingen GmbH zur diesjährigen Gesellschafterversammlung. Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie fand sie im Foyer der BBS II am Standort Leege statt. Als neue Schriftführerin fungierte Helga Klages, Ortsbürgermeisterin aus Dorste.

Nachdem Reuter die Ordnungsmäßigkeit der Ladung sowie die Beschlussfähigkeit feststellte, begann er sogleich über das Geschäftsjahr 2019 zu berichten: "Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem überzeugenden Ergebnis abgeschlossen, denn der Jahresüberschuss beträgt 1.160.524,87 €. Damit hat Kreiswohnbau den Jahresüberschuss um 31,8 % gesteigert. Das ist meines Wissens das zweitbeste Ergebnis. Nur 2015/2016 fiel noch besser aus. Der Bilanzgewinn beträgt unter Berücksichtigung eines Vortrages von 345.772,18 € und einer Vorabweisung zu den Rücklagen von 850.000,- € nun 656.297,05 €. Die Eigenkapitalquote beträgt bei erheblichen Investitionen in 2019 jetzt 31,5 %, die Bilanzsumme hat sich auf 86.037.619,36 € erhöht."

Die Gesellschaft habe ein enormes Wachstums vorgelegt, das Eigenkapital müsse daher entsprechend ansteigen. Deshalb sei es richtig, dass der gesamte Betrag dem Eigenkapital hinzugefügt werde. Die Eigenkapitalquote könne annähernd gehalten werden: "Dies finde ich gut, es ist die richtige Botschaft. Die Kreiswohnbau GmbH ist im Aufwind und befindet sich auf einem guten Weg. Sie ist eine der wichtigsten Wohnungsbaugesellschaften im Landkreis Göttingen, ein ganz wichtiger Anbieter von bezahlbarem Wohnraum, der auch in unserer Region dringend benötigt wird", so Landrat Reuter weiter.

Konsequent nutze das Unternehmen gerade im Speckgürtel von Göttingen seine Chancen ohne dabei den Altkreis Osterode am Harz zu vernachlässigen. Neben der Wohnraumbeschaffung würden auch der Klima- und Naturschutz eine ebenso wichtige Rolle spielen. Kreiswohnbau erfülle die an sie gestellten Erwartungen und spiele eine bedeutsame Rolle in der Aufsteigerregion Südniedersachsen. Reuter unterstrich, dass "die Gesellschaft keine x-beliebige ist. Sie ist ein Unternehmen, das sich seiner sozialen Verantwortung stellt, und damit einen guten Beitrag, auch zum sozialen Frieden, leistet". Seine Ausführungen schloss der Aufsichtsratsvorsitzende mit einem herzlichen Dank an die geleistete Arbeit der Geschäftsführung und Mitarbeiter, die Mieter für ihre Treue sowie an die Aufsichtsratskollegen. Die Vorlage des Prüfberichtes wurde zur Kenntnis genommen, die Beschlussfassungen über den Geschäftsbericht, die Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung und Gewinnverteilung wurden einstimmig beschlossen.

Geschäftsführer Hans-Peter Knackstedt ging in seiner Rede ausführlich auf die beträchtlichen Neubauaktivitäten der Kreiswohnbau ein. So habe die Gesellschaft im Sommer 2019 24 Wohnungen in Bovenden, Steffensweg 104/106, fertiggestellt und bis auf eine Musterwohnung alle Wohnungen komplett vermietet. Wohnungen, die im bezahlbaren Segment erstellt worden seien, also mit öffentlicher Förderung des Landes Niedersachsen. Die Kaltmiete beträgt lediglich 5,60 € pro m²/Wohnfläche/monatlich mit Ausnahme der mittelbar belegten Wohnungen, die aber auch keiner Einkommensbegrenzung unterliegen. Die Wohnungen selbst weisen einen hohen architektonischen Standard auf und berücksichtigen die Erfordernisse der Elektromobilität ebenso wie technische Features, die das Leben der Bewohner erleichtern sollen. Die Kreiswohnbau baut zudem an gleicher Stelle weitere 28 WE seit Mitte des Jahres 2019, die in diesen Tagen bezugsfertig werden und ebenso vollständig vermarktet sind. Daneben stehen 8 Wohnungen in Osterode am Harz, Stettiner Straße 27, kurz vor der Vollendung, wobei auch hier die Mieter bereits feststehen.

Im Frühjahr dieses Jahres hat die Kreiswohnbau Osterode am Harz/Göttingen GmbH mit der Erstellung von 48 Wohnungseinheiten in Bovenden und Lenglern sowie 8 Wohnungen in Herzberg am Harz, Leobschützer Str. 1/3a, b, c, d, begonnen, die sämtlich im Sommer 2021 bezugsfertig sein werden. Die Kreiswohnbau managt somit gegenwärtig 84 Neubauwohnungen gleichzeitig. Fest terminiert ist überdies ein Neubauprojekt mit 42 WE in Rosdorf ab 2021 sowie ein Bauvorhaben mit 10 WE in Osterode am Harz, Westlich Röddenberg, dessen Beginn auch 2021 sein wird. Darüber hinaus stehen weitere Neubauprojekte in der Planung, deren Realisierung noch geprüft wird. Der Geschäftsführer wies in seinen weiteren Ausführungen daraufhin, dass die Gesellschaft neben der Neubautätigkeit auch erheblich in die Bestände des Unternehmens (Wohnungen und gewerbliche Einheiten) investiert habe, um die Dauervermietbarkeit zu gewährleisten. Die umfangreiche Servicetätigkeit des Unternehmens einschließlich der Verwaltung von Eigentumswohnungen und der Maklertätigkeit ständen ebenso im Focus der Geschäftsleitung, wie der weitere Ausbau der Digitalisierung, die für die Zukunft einen enormen Stellenwert habe: "Die Digitalisierung birgt Risiken, aber auch Vorteile. Eine nachhaltige Unternehmensführung ist wichtig für unseren Erfolg. Dass wir nach der Landkreisfusion 2016 unseren Geschäftsbereich dynamisch ausbauten, war absolut richtig."

Herr Knackstedt schloss seinen Bericht mit der Feststellung, dass die Kreiswohnbau Osterode am Harz/Göttingen GmbH gerade im bezahlbaren Wohnen eine herausragende Stellung im Landkreis Göttingen einnehme und ihre Möglichkeiten weiter konsequent nutzen werde: "Wir als Kreiswohnbau sind ein kompetenter Ansprechpartner, wenn es um bezahlbaren Wohnraum geht!" Aufsichtsrat und Geschäftsführung wurden einstimmig entlastet.

Im Anschluss wurde der frühere Osteroder Bürgermeister Klaus Becker aus dem Aufsichtsrat verabschiedet. Landrat Reuter würdigte die 16-jährige Amtszeit Beckers. Einstimmig neu gewählt ist der amtierende Osteroder Bürgermeister Jens Augat.

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Göttingens Landrat Bernhard Reuter führte als Vorsitzender des Aufsichtsrates durch die Gesellschafterversammlung

eschäftsführer der Kreiswohnbau Osterode am Harz/Göttingen GmbH, Dipl.-Betriebswirt Hans-Peter Knackstedt, bei seinen Ausführungen

Osterodes Bürgermeister Jens Augat (links) wurde neu in den Aufsichtsrat gewählt. Rechts daneben Bernhard Reuter, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Klaus Becker (l.), ehemaliger Osteroder Bürgermeister, wurde aus dem Aufsichtsrat von Bernhard Reuter und Hans-Peter Knackstedt verabschiedet

 

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