Sport

29.06.2020

„Help at Corona“ am 18. Juli


von Rainer Behrens

Die Meldungen von Top-Diskuswerfern für das Meeting „Help at Corona“ am 18. Juli im Jahnstadion Osterode reißen nicht ab. Inzwischen ist unser Sportfest quasi eine Generalprobe für die Anfang August in Braunschweig stattfindenden Deutschen Meisterschaften, so Organisator Rainer Behrens von der LG Osterode. Bis auf den Olympiasieger von 2016 Christoph Harting wird die komplette deutsche Elite am Start sein.

Schon gut in Form präsentierten sich im Juni die aufstrebenden Diskus-Talente David Wrobel vom SC Magdeburg und die Gebrüder Clemens und Henning Prüfer vom SC Potsdam, die mit Weiten zwischen 62 – 65 m aufwarten konnten. Besonders gespannt darf man aber auf die Saisondebüts vom Deutschen Meister 2019 Martin Wierig (SC Magdeburg) und dem Olympia-Dritten von Rio Daniel Jasinski sein, die zuletzt mit Rückenproblemen zu kämpfen hatten. Ihre Bestweiten liegen weit über dem Stadionrekord von 65,19 m, den seit 2011 niemand im Jahnstadion „knacken“ konnte. Sollte keine Flaute beim Wind sein, dürften die Weiten in diese Regionen gehen. Für Spannung ist in dem auf acht Werfer begrenzten Feld allemal gesorgt, wird der Wettkampf eine Standortbestimmung vor der DM sein.

Nicht nur weil es der Diskuswurf der Frauen ist, noch attraktiver liest sich die vorläufige Teilnehmerliste in dieser Disziplin. Versammelt ist in Osterode die komplette Elite um die vielfache Deutsche Meisterin Nadine Müller vom SV Halle. Auch wenn ihr bisher ein großer Titel versagt blieb, die Vize-Weltmeisterin von 2011 hat mit zwei Silbermedaillen bei Europameisterschaften und sechs Titeln bei Deutschen Meisterschaften dem Diskuswurf im letzten Jahrzehnt in Deutschland ihren Stempel aufgedrückt. Herausgefordert wird sie an erster Stelle von Kristin Pudenz (SC Potsdam), die letzte Woche mit ihrer persönlichen Bestleistung von 64,98 m die Führung in der Deutschen Bestenliste übernehmen konnte.

Immer für eine faustdicke Überraschung gut sind die Nachwuchswerferinnen Chanice Craft (MTG Mannheim) und Claudine Vita (SC Neubrandenburg), die bereits Bestweiten jenseits der 65 m aufweisen können. Beim Meeting „Help at Corona“ wird es auch ein Comeback geben. Im letzten Jahr pausierte Julia Harting (geb. Fischer) aufgrund der Geburt ihrer Zwillinge. Jetzt möchte die Vize-Europameisterin von 2016 wieder angreifen, auch wenn Weiten jenseits von 65 m augenblicklich sicherlich noch unrealistisch sind. Die Ehefrau von Olympiasieger und Weltmeister Robert Harting ist aber bereits wieder auf einem guten Weg, so O-Ton Bundestrainer Torsten Lönnfors.

Einen großen Anteil an der Ausrichtung des Meetings hat die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung und die Sparkasse Osterode am Harz, die sich finanziell beteiligen. Nach wie vor sehr schade, Zuschauer sind beim Meeting aufgrund der Hygienebestimmungen nicht zugelassen. Für Interessierte wird es aber einen Liveticker geben, um die Ergebnisse im Internet verfolgen zu können.


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Die Brüder Prüfer

 

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