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15.04.2020

Handwerk appelliert an Verbraucher und öffentliche Hand


 Roman: „Bitte stornieren Sie keine Aufträge!“

...HWK Hildesheim

Guter Zeitpunkt für öffentliche Aufträge: Jetzt stehen Schulen und KiTas leer.

Handwerkliche Versorger und Dienstleister dürfen während der Ausgangsbeschränkungen in Niedersachsen bis auf wenige Ausnahmen ihrer Geschäftstätigkeit weiter nachgehen. Auch die Aufträge beim Kunden dürfen weiterhin erfüllt werden.

Die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen appelliert daher an die Verbraucher, den Unternehmen in diesen schwierigen Zeiten die Treue zu halten. „Bitte zeigen Sie Ihre Solidarität gegenüber den Handwerksbetrieben vor Ort! Gehen Sie weiterhin zum Bäcker, Fleischer oder Konditor. Stornieren Sie keine Aufträge. Die Bau- und Ausbaubetriebe sind in der Lage, die Abstandsregeln auch bei Arbeiten in Wohnungen und Häusern einzuhalten“, sagt Präsident Delfino Roman. Das Handwerk sei auch und gerade in dieser schweren Zeit ein unverzichtbarer Versorger und Dienstleister für Bürgerinnen und Bürger sowie Betriebe.

Der Zeitpunkt ist günstig: Zuletzt galten neun Wochen als durchschnittliche Wartezeit für einen Handwerker-Termin, laut aktueller Konjunkturumfrage der Handwerkskammer fällt diese mit durchschnittlich 5,93 Wochen weitaus geringer aus.

 

„Wir appellieren insbesondere auch an die öffentliche Hand. Gerade jetzt ist der richtige Zeitpunkt für Sanierungsarbeiten in Schulen, KiTas und anderen Einrichtungen, da der Tagesbetrieb bis auf Weiteres ruht. Dort kann jetzt gearbeitet werden“, so Roman weiter. 

Wie hart die Corona-Krise das Handwerk treffen wird, ist derzeit noch nicht abzusehen. Viele der rund 7.700 Handwerksbetriebe in den Landkreisen Göttingen, Hildesheim, Holzminden und Northeim verzeichnen wegen des Corona-Virus‘ jedoch bereits eine rückläufige Nachfrage. Hinzu kommen Lieferengpässe und verunsicherte Mitarbeiter und Kunden. „Jeder, der in der gegenwärtigen Situation weiter beim Handwerker einkauft und Dienstleistungen in Auftrag gibt, hilft dabei, Betriebe am Leben zu halten und Arbeits- und Ausbildungsplätze zu sichern“, sagt Roman.

 

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