Regionales / Gem. Bad Grund / Windhausen

17.03.2020

134 Häuser in der Gemeinde Bad Grund stehen leer


Der Projektmanager Innenentwicklung Nikolai Simon-Hallensleben stellte das Leerstandskataster vor

Der Projektmanager Innenentwicklung stellte Leerstands-Kataster für die Gemeinde Bad Grund vor

...von Herma Niemann

Eine erste Auswertung seines Leerstands-Katasters präsentierte der neue Projektmanager Innenentwicklung, Nikolai Simon-Hallensleben auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Soziales, Kultur und Tourismus. Das Kataster spiegele auch die demographische Situation wieder, so Simon-Hallensleben, der sich als erstes einen Überblick vor Ort über die Objekte ohne Meldedaten verschafft habe.

Anhand der Daten vom Landesamt für Geologie habe er auch eine Aufstellung des drohenden Leerstandes machen können, indem er aufgestellt habe, wie alt die jüngste Person eines Gebäudes ist. „In naher Zukunft werden in allen Ortsteilen der Gemeinde viele Gebäude leer stehen“. Fraglich sei, ob nach dem Tod oder dem Umzug in ein Seniorenheim jüngere Erben das Gebäude dann auch nutzen würden. Momentan stünden in der gesamten Gemeinde Bad Grund 134 Gebäude leer, 391 seien in naher Zukunft vom Leerstand bedroht.

Davon seien 319 Bewohner im Alter zwischen 70 und 84 und 72 über 85 Jahre alt. Besonders in der Bergstadt Bad Grund gebe es einen Handlungsbedarf. Mit Abstand hat die Bergstadt zur Zeit den größten Leerstand mit 74 Gebäuden zu verzeichnen. 128 Gebäuden drohe der Leerstand. 103 Personen davon sind zwischen 70 und 84 Jahre alt und 25 über 85 Jahre alt. In Willensen stehen drei Häuser leer, drohender Leerstand besteht hier bei 15 Gebäuden. In Windhausen gibt es einen Leerstand von fünf Häusern, drohender Leerstand besteht bei 45 Häusern. In Badenhausen stehen acht Häuser leer, bedroht vom Leerstand sind 69 Häuser. In Eisdorf stehen zwölf Gebäude leer, bedroht sind hier 55 vom Leerstand. In Gittelde und Teichhütte stehen 31 Gebäude leer, bedroht vom Leerstand sind 79 Häuser.

Es ginge hier nicht um die Darstellung eines Horrorszenarios, so der Fachbereichsleiter für Familie und Soziales, Stephan Mantel, sondern darum, aufzuzeigen, wo Handlungsbedarf bestehe.

In Vertretung für den Kämmerer, Volker Höfert, ließ Mantel ausrichten, dass im Bergbaumuseum Knesebeckschacht im Rahmen des Trafo-Projektes die neuen Module in diesem Monat fertig gestellt sein sollen, genauso wie die Lichtanlage. Was den Kurbetrieb anginge, habe dieser in dem vergangenen Jahr Zuwächse verzeichnen können, so Mantel. Das Kurbeitragsaufkommen stieg von 75.557 Euro im Jahr 2018 auf 77.452 Euro, ein Plus von 2,51 Prozent. Das Jahreskurbeitragsaufkommen erzielte einen Zuwachs von 14 Prozent auf 13.038 Euro. Mit einem Plus von 2,15 Prozent stieg die Anzahl der Gäste au 385 und die Übernachtungen um 4,34 Prozent auf 67.869.

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Wenn Gebäude zu lange leer stehen und nichts gemacht wird, droht die Entwicklung zu einer Schrottimmobilie, wie das „Von-der-Ehe-Haus“ in Windhausen

 

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