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17.10.2019

165 000 Euro für zweiten Rettungsweg in der Gs Hattorf


von Petra Bordfeld

Mitglieder des Ausschusses für Bauen, Planen, Sicherheit und Ordnung (BPSO) der Samtgemeinde Hattorf entschieden sich nach der Ortsbesichtigung und Diskussionen einstimmig dafür, die Empfehlung für den Innen-Ausbau des Rettungsweges in der Grundschule an der Sieber auszusprechen, für den 165 000 Euro in die Hand genommen werden müssen. Die endgültige Entscheidung obliegt nun dem Samtgemeindeausschuss, der sie nach Abstimmung in den Fraktionen alsbald treffen sollte.

Die andere, ebenfalls vom Architektenbüro Schweidler aus Schwiegershausen vorgelegte Version „äußerer Fluchtweg an der Giebelwand“, fand nicht „nur“ wegen der Kosten, die sich auf 205 000 Euro belaufen könnten, keine Zustimmung. Der Hauptgrund lag darin, dass sie das Gebäude nicht gerade ansehnlicher machen und den Schulhof gefährlich beeinträchtigen würde. Außerdem kann niemand sagen, dass die Treppe nicht von außen „erstürmt“ wird.

Die etwas preisgünstigere Variante wird in das alte Treppenhaus eingebaut, auch wenn dieses zehn Zentimeter schmaler ist, als es der Gesetzgeber vorschreibt. Seitens des Architektenbüros wurde versichert, das die Genehmigungsbehörden ihm signalisiert hätten, dass eine wohlwollende Prüfung möglich ist. Ohne diese Zusage hätte man diese Version gar nicht erst erarbeitet.

Die beinhaltet, dass die hölzerne Wendeltreppe durch eine aus Beton oder Kunststein bestehende Podest Treppe mit breiteren Stufen ersetzt werden muss. Dabei dürfe auch die Überlegung in die Realität umgesetzt werden, eine Fertigkonstruktion über das zu öffnende Dach hinein zu lassen. Dieser Schritt könne durchaus in den Sommerferien 2020 in Angriff genommen werden. Andere Arbeiten, wie Wanddurchbrüche, damit nicht „nur“ im Obergeschoss der Fluchtweg problemlos zu erreichen ist, könnten durchaus schon schon im Vorfeld erfolgen. Gleiches gelte für diverse Umbauarbeiten. Die Küche und der Musikraumbleiben bleiben aber bestehen.

Matthias Franziskowski, Leiter des Fachbereichs „Daseinsvorsorge und Infrastruktur“ der Samtgemeinde Hattorf, versicherte, dass die Kostenschätzung durchaus realistisch sei. Das einzige, was ganz feststeht, ist die Tatsache, dass der Fluchtweg 2020 fertig werden muss. Dabei dürfe niemand vergessen, dass der Landkreis Göttingen schon ein Auge zugedrückt habe, denn vorgeschrieben sei die Fertigstellung bereits für dieses Jahr gewesen. Dem Landkreis sei es jetzt nur sehr wichtig, bald Arbeitsgeräusche zu vernehmen, der Druck mit der Pistole auf der Brust liege bestimmt nicht vor.

Franziskowski betonte, dass er mit der gefassten Empfehlung einen Verwaltungsbeschluss erarbeiten werde. Genau mit dem müssten sich die Fraktionen, der Samtgemeinde-Ausschuss und die Verwaltung beschäftigen. Das Ergebnis müsse so schnell wie möglich im Interesse des Kindeswohles erfolgen. Vielleicht könne die Verwaltung ja auch auf diesem Sektor Einfluss auf Göttingen nehmen.

Nach dem einstimmigen Beschluss legte Ausschussvorsitzender Harald Reinhardt noch zwei Neuigkeiten vor. So ist die Sanierung des der kommunalen Verbindungweges zwischen Hörden und Düna auf 900 Meter abgeschlossen und die Sperrung aufgehoben. Es müssten jetzt nur noch die Erdhügel am Straßenrand in die Banketten verteilt werden. „Dann soll sie einwandfrei benutzbar und stabil sein“. Laut dem dafür zuständigen Ingenieurbüro blieben die Kosten im Großen und Ganzen auch im Rahmen der geplanten Kosten.

Weiter teilte Reinhardt mit, dass das Dreieck, die Verbindung oberhalb von Hörden nach Düna, bzw. zum Wasserhochbehälter wunderbar geworden ist. Er sei neu asphaltiert worden, und man befasse sich mit dem Gedanken, an dessen Rand zwei Bänke aufzustellen, um die Aussicht zu genießen. Für die Bänke werden „nur“ noch Sponsoren gesucht.

Außerdem sei die Gestaltungsplanung des Friedhofes der Samtgemeinde Hattorf in Hörden an einen Unternehmer in Hattorf vergeben worden. Er soll ein landschaftliches Konzept anzufertigen.

Matthias Franziskowski legte offen, dass die Errichtung eines Behinderten-WC im Rathaus der Samtgemeinde Hattorf abgeschlossen ist. Das gelte auch für die Heizungsanlage im Elbingeröder Wehrgebäude. Die Sanierung des Schulhofbelages der Grundschule Wulften beginne auch bald. Die Duschköpfe und Waschtischarmaturen im Bereich Turnhalle Wulften wurden ausgewechselt, weil sie in Jahre gekommen waren. In der Grundschule Hörden sind für die Fenster des Pausenraumes Außenjalousien vorgesehen.

 

 

 

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Der BPSO-Ausschuss schaute sich die Räumlichkeiten, die für den zweiten Fluchtweg Änderungen erfahren dürften.

Diese Wand der Grundschule an der Sieber bleibt treppenfrei.

 

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